Zeitgenössischer Tanz

 

Das lustvolle Erforschen der kreativen Möglichkeiten des eigenen Körpers steht ebenso im Mittelpunkt dieser Stunde wie das Erlernen einer körpergerechten, technischen Basis. Getragen von der Musik – egal ob Pop, Elektronik oder Klassik – oder angetrieben von der eigenen Energie tauchen wir ein in die faszinierende Welt somatischer Intelligenz und künstlerischen Ausdrucks.

 

So verbinden sich Übungen und Choreographien am Boden mit Bewegungsabfolgen im Stand und abwechslungsreichen Improvisationsphasen, die Raum geben für eigenes und freies künstlerisches Ausprobieren. Am Ende der Stunde wird eine Choreographie erlernt, die über mehrere Einheiten hinweg weiterentwickelt wird.

 

Montag: 18:00–19:30

Kursbeginn: 7.10.19

Letzter Kurstag: 27.1.20

Kursfreie Tage: 9.12.19–6.1.20

Kosten: 155,- € für 13 Termine

Student*innenrabatt: 10%

 

Kult(ivieren) der eigenen Kreativität

 

Jeder Mensch kommt kreativ zur Welt. Kreativität sichert unser Überleben, da uns manche Reflexe fehlen, die Tieren angeboren sind. Wir lösen die Situation durch neue Ideen.

 

Kreativität ist aber auch sensibel. Bereits im Kindesalter werden wir durch starre Verhaltensregeln im kreativen Denken eingeschränkt. Auch in der Schule werden experimentierfreudiges und vernetztes Denken meist nicht gefördert. So taucht auch im Erwachsenenalter oft viel zu früh das innerliche Stopp-Schild auf.

 

Kreativität ist keine Eigenschaft, die lediglich Genies und KünstlerInnen zufällt. Vermutlich sind tatsächlich manche von Geburt an etwas kreativer als andere – aber vor allem sind sie geübter und mutiger im Finden kreativer Lösungen als andere.

 

Gleichzeitig wird die eigene Kreativität oft verkannt. Wir sehen nicht, wo wir mit ihrer Hilfe Ideen gefunden haben, nehmen diese Lösungen nicht ernst oder ziehen vorzeitig die Bremse. Manchmal schämen wir uns für unsere kreativen Einfälle, weil sie nicht gesellschaftskonform sind. Oder wir spielen unsere eigene Kreativität herunter: „Das ist doch nichts Besonderes“. Auch Perfektionismus ist ein Kreativitätskiller. Die Angst, Fehler oder etwas nicht gut genug zu machen, erstickt viele Impulse bereits im Ansatz. Das ist einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der die Schönen und Erfolgreichen gefeiert werden, verständlich. Der krampfhafte Versuch, alles perfekt zu machen, wird aber erst recht wieder Fehler provozieren. Und Fehler bieten uns die Chance uns weiterzuentwickeln.

 

Faktum ist, dass wir aus jeder Situation, die wir kreativ lösen, auch für andere Lebensbereiche lernen können. Wagen wir es, beispielsweise im Tanz neue, ungewöhnliche, phantasievolle und nicht nur schöne und bekannte Bewegungen zu finden, so kann dies eine Auswirkung darauf haben, wie wir im Alltag oder im Beruf an ein Problem herangehen.

 

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